Was sind Facebook Ads Leadformulare (Instant-Formulare)?

Leads für Direktanfragen, Whitepaper & Webinare mit Facebook Ads Leadformularen (Instant-Formularen)

Digitalisierung bedeutet vor allem die Digitalisierung von Vertriebskanälen. Das gilt auch für die Ausweitung der eigenen Leadgenerierung auf Facebook. Leads aus Facebook Leadformularen sind sehr günstig aufgrund der geringen Hürden zum Abschicken des Instant-Formulars per Auto-Fill-In. Die Aussicht auf passende und qualifizierte Kunden ist hoch, auch wenn hin und wieder ein ungeeigneter Lead durchkommt.

Gerade für Dienstleistungsbranchen und für B2B-Produkte werden Kontaktanfragen von potenziellen Kunden benötigt, – und zwar viele Kontaktanfragen. Das können Kontaktanfragen für ein Beratungsgespräch, für Direktanfragen oder Anmeldungen für Infoveranstaltungen und Webinare.

So wie bei Google Ads und LinkedIn Ads gibt es auch bei Facebook Leadformulare. Das sind vereinfachte und plattforminterne Kontaktformulare, die bei einem Klick auf die Anzeige ausgelöst werden. Sie zeichnen sich vor allem durch die Dateneingabe aus, die größtenteils automatisiert vom System per Auto-Fill-In getätigt wird. Das sorgt für eine sehr effektive Niedrigschwelligkeit in der Entscheidungsfindung, weswegen die Anmeldung sehr leicht ist. 

Dabei können verschiedene Daten aus dem Profil oder dem Gerät des Nutzers abgerufen werden, wie etwa die E-Mail-Adresse, die Telefonnummer und verschiedene Angaben, die der Nutzer in seinem Account getätigt hat. Außerdem lassen sich benutzerdefinierte Fragen für die Leadqualifizierung einstellen, wie zum Beispiel die Abfrage einer Unternehmens-Website. Leadformulare haben eine wesentlich höhere Conversion-Rate als bei einer Weiterleitung auf eine Landingpage, weswegen der Kostenpunkt pro Lead wesentlich geringer.

Anleitung: So erstellst du Facebook-Ads-Leadformulare

Schritt 1 – Kampagnentyp ‘Leads’ auswählen

Rufe zunächst den Facebook-Werbeanzeigenmanager auf. Für die Erstellung von Leadformularen bei Facebook Ads muss ein eigener Kampagnentyp ausgewählt werden: Leads. Dieser Kampagnentyp ermöglicht im zweiten Schritt, deiner Anzeige ein sogenanntes Instant-Formular zuzuordnen. Ein Instant-Formular ist eine Alternative Bezeichnung für Leadformular.

Wähle als Kampagnenziel Leads aus, wenn du Instant-Formular – also Leadformulare – als Ziel für deine Anzeigen verwenden möchtest.

Schritt 2 – Instant-Formulare (Leadformulare) als Conversion-Ort auswählen

Bei der Einstellung für den Conversion-Ort fragt das System, in welcher Form du Conversions generieren möchtest: Mit einem Tracking-Pixel auf der Website (beispielsweise durch eine Weiterleitung auf eine Vielen-Dank-Seite), in Form von getrackten Telefonanrufen oder mit einem Instant-Formular – also mit einem Leadformular. Wähle entsprechend die Option Instant-Formular aus, damit du im zweiten Schritt ein Leadformular erstellen kannst.

Wähle als Conversion-Ort Instant-Formulare aus, damit die Nutzer beim Klick auf eine Anzeige das Leadformular mit Auto-Fill-In für Kontaktdaten angezeigt bekommen.

Schritt 3 – Instant-Formular (Leadformular) einer Anzeige zuordnen und Formulartyp auswählen

Ein Leadformular kannst du bearbeiten, sobald deine Anzeige feststeht. Anschließend lässt sich ein neues Leadformular der Anzeige hinzufügen, damit die Nutzer bei jedem Klick auf deine Anzeige nur das Leadformular sehen. Das bedeutet: Konfiguriere zunächst deine komplette, neu erstellte Kampagne, mit Budgets, Zielgruppen-Targeting und Standort-Targeting und erstelle deine Anzeige. Anschließend erscheint die Option zum Erstellen eines neuen Instant-Formulars (Leadformulars).

Beim Formulartyp gibt es zwei Optionen: Leadformulare für höheres Volumen und Leadformulare für eine höhere Absicht. Mit Leadformularen für ein höheres Volumen kannst du die Gesamtzahl der Leads maximieren. Das geht vor allem durch die Niedrigschwelligkeit des Formulardesigns, welches das Abschicken in zwei Klicks ermöglicht. Bei Leadformularen für eine höhere Absicht kannst du einen zusätzlichen Qualifizierungsschritt einbauen, damit sich der Nutzer noch einmal vergewissern kann, was das Angebot ist und wofür er sich anmeldet. Das ist nämlich ein häufiges Problem beim ersten Formulartyp: Einige Nutzer lesen sich nämlich gar nicht wirklich die Anzeige durch, finden sie aber ganz interessant, klicken drauf und schicken einfach das Formular ab, ohne sich durchgelesen zu haben, worum es überhaupt ging. Das muss nicht immer ein Problem sein, aber wenn du die Stellschrauben für maximale Leadqualität besonders stark anziehen möchtest, wäre der Formulartyp für höhere Absicht eine Option für dich.

Wähle als Formulartyp Höheres Volumen für eine maximale Anzahl an Leads, die du generieren willst, oder Höhere Absicht, um die sich anmeldenden Nutzer maximal zu qualifizieren, sodass weniger aber dafür qualifiziertere Leads eintreffen.

Schritt 4 – Titel und Beschreibungen zum Instant-Formular hinzufügen

Füge nun eine Überschrift und eine Beschreibung hinzu, die zu funktional zu deinem Anmeldegegenstand passt oder neugierweckend und packend geschrieben ist. Außerdem kannst du ein benutzerdefiniertes Hintergrundbild hinzufügen, andernfalls zieht sich das System das Hintergrundbild aus deiner Facebook-Unternehmensseite. Im zweiten Reiter Einstellungen neben Inhalt kannst du die Sprache deines Leadformulars konfigurieren.

Gib deinem Leadformular (Instant-Formular) einen passenden Titel und eine passende Beschreibung. Achte darauf, dass sie nicht hochschwellig ist, und die Nutzer verschreckt. Gleichzeitig sollte es den Nutzern klar sagen, wofür sie sich anmelden.

Schritt 5 – Datenabruf für Auto-Fill-In festlegen

Einer der wichtigsten Schritte ist, den Datenabruf des Leadformulars per Auto-Fill-In zu konfigurieren. Angaben, wie die Telefonnummer, E-Mail-Adresse, der Profilname und Standortdaten werden automatisch aus den Profildaten ins Leadformular übertragen. Auch können bestimmte demografische Angaben, wie das Alter, das Unternehmen, die Jobbezeichnung und Unternehmensgröße ins Leadformular übertragen. Aber bedenke: Je mehr Eingaben man abfragt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer nicht konvertiert, wenn er die Vielzahl der abgefragten Daten sieht. Zudem könnt ihr noch benutzerdefinierte Fragen stellen, die der Nutzer manuell eingeben muss – in Form von einzeiligen Textfeldern oder Checkboxen. Da hierbei die spätere Eingabe vom Nutzer nicht mit Auto-Fill-In geschieht, senken benutzerdefinierte Fragen die Conversion-Rate sehr stark. Daher sind benutzerdefinierte Fragen vor allem dann gut, wenn ihr die Leadqualität etwas höher schrauben wollt und damit die Hürde zum Abschicken des Leadformulars etwas höher setzen möchtet.

Lege den Kontaktdaten-Import per Auto-Fill-In fest. Die dafür notwendigen Informationen werden aus den Nutzerprofilen der Anmelder gezogen.

Schritt 6 – Datenschutzangaben hinterlegen

Als einer der letzten Schritte fehlt nur noch die Bearbeitung der Datenschutzinformationen. Das ist wichtig, da der Nutzer mit dem Absenden des Leadformulars bei Facebook der Datenverarbeitung durch dich zustimmt. Daher muss der Link zu deiner Datenschutzerklärung ins Facebook-Leadformular eingesetzt werden, denn diese legt dar, welche Daten verarbeitet werden und welche Drittanbieter-Dienste für diese Verarbeitung eingesetzt werden.

Hinterlege den Link zu deiner Datenschutzerklärung.

Schritt 7 – Abschluss und Weiterleitung auf Startseite oder Vielen-Dank-Seite

Fast fertig: Hinterlege noch einige Angaben für die Anzeige nach dem erfolgreichen Absenden des Leadformulars.

  • Du kannst hier einen Abschlusstext einsetzen und einen Link auf deine Website / Startseite / Produktseite setzen
  • Oder du kannst diese Fläche zusätzlich nutzen, um den Nutzer auf ein weiteres Angebot / Thema aufmerksam zu machen und als Link-Ziel die entsprechende Landingpage hinterlegen (bei: Website ansehen) und einen benutzerdefinierten Call-To-Action-Text einsetzen

Schreibe einen kurzen Danke-Text oder bereite den Nutzer auf die nächsthöhere Funnelstufe vor, indem du ein weiteres Produkt oder eine weitere Leistung anteaserst.

Lead Syncing einrichten: Automatisierter Mailversand für eintreffende Leads


Lead Syncing einrichten mit HubSpot und Zapier »

Wenn deine Facebook-Ads-Kampagne mit Leadformularen erfolgreich läuft und die ersten Leads generiert werden, erfolgt die Aufbewahrung der Kontaktdaten immer nur systemintern bei Facebook. Du kannst die Leads jederzeit im Werbeanzeigenmanager im CSV-Format herunterladen und erhältst alle Kontaktdaten der Anmelder. Allerdings ist das umständlich, da du im Zweifel jeden Tag manuell nachschauen musst, um die Kontaktdaten der Nutzer zum Beispiel an deinen Vertrieb weiterzuleiten. Außerdem kann Verwirrung entstehen, da ständig darauf achten musst, die Listen zu aktualisieren, damit alte Kontakteinträge, die der Vertrieb bereits erreicht hat, nicht erneut übersandt und erneut kontaktiert werden.

Für diesen Zweck gibt es eine praktische und kostenlose Lösung: Du kannst eine Lead-Synchronisierung per E-Mail aufsetzen oder die Leads direkt in ein CRM importieren lassen, und zwar mit den kostenlosen Accounts von HubSpot und Zapier. Neben dem CRM-Kontaktdatenimport hat der Mailversand den Vorteil, dass sobald ein neuer Lead aus einem Facebook-Leadformular reinkommt, du automatisch eine Mail mit allen Kontaktdaten erhältst. Ebenso  kannst du den Mailversand auf eine beliebige E-Mail-Adresse bei dir im Vertriebsteam ausrichten.

Zudem kannst du von Zapier aus die Leads direkt an eine Mailkette anschließen, wie zum Beispiel via Mailchimp. Damit kannst du den Nutzern zusätzlich eine Double-Opt-In-Mail schicken, spannendes Informationsmaterial zukommen lassen und Calendly-Terminvorschläge für Beratungsgespräche angeben, damit du noch mehr Deals aus den Leads gewinnen kannst, wenn die Kontakte nicht beim ersten Anlauf konvertiert sind oder sich sofort zurückgemeldet haben.

Leads aus Facebook Ads Leadformularen qualifizieren

Speziell bei Facebook, das als Social-Media-Portal vor allem privat genutzt wird, erreicht man weniger Menschen im Business-Kontext als zum Beispiel bei LinkedIn. Daher kann die die Leadqualität bei Facebook Streuungen aufweisen, weswegen es sich durchaus lohnen kann, manuelle Qualifizierungsfragen im Leadformular einzustellen, anschließend die Leads automatisch in ein CRM zu importieren und ihnen eine automatisierte Double-Opt-In-Mail zukommen zu lassen. So sehen wir direkt, wie viele Nutzer durch die Qualifizierung kamen, wie viele dem Mailkontakt zustimmten, und damit tatsächlich ein Interesse am Angebot haben, sodass es sich lohnt, ein Beratungsgespräch zu führen.

Targeting-Testläufe starten

Die systemeigenen Targeting-Optionen sind der zentrale Steuerungsmechanismus in der Auslieferung der Werbeanzeigen. Mit der Vielzahl an Targeting-Möglichkeiten können wir unsere Anzeigen so ausspielen, dass die Impressionen besonders stark an interessierte und qualifizierte Personen ausgeliefert werden. Außerdem können wir den Inhalt der Anzeigen per A/B-Test optimieren, um die effektivste und konvertierendste Anzeigenversion zu ermitteln. Durch das Targeting von Lookalike Audiences ist es möglich, besonders kaufbereite, ähnliche Nutzer zu erreichen. Das können Besucher einer Website sein, Nutzer die bereits auf eine Anzeige geklickt haben, oder Besucher, die bereits auf einer bestimmten Zielseite waren. 

Beim Anpeilen der gewünschten Zielgruppe stellt sich über kurz oder lang schnell heraus, dass nicht jeder Baustein der Zielgruppenkonfiguration zum Erfolg in Form eines guten Kostenpunktes pro Lead beitragen, – sondern lediglich Budget verschlingen, weil die dadurch ausgelieferten Impressionen ins Leere laufen. Aus diesem Grund gilt hier: Es sollten viele verschiedene Targeting-Tests gefahren, angefangen bei einer breiteren Zielgruppe, hin zu stufenweise immer kleineren und spezifizierten Zielgruppen. 

Hidden Interests im Targeting bei Facebook berücksichtigen

Allerdings gibt es hier eine kleine technische Nuance: Bei der Implementierung der Zielgruppen werden im Facebook-Werbeanzeigenmanager üblicherweise nur ein Bruchteil der gegebenen Targeting-Optionen angezeigt, weil das Konfigurationsinterface nur bestimmte Kapazitäten anzeigen kann. Das erschwert die Recherche und damit die Ermittlung einer Gesamtübersicht über alle Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen würden. Doch es gibt Abhilfe: Zahlreiche Tools, die an die Facebook-API andocken, gewähren einen kostenlosen Einblick alle zur Verfügung stehenden Targeting-Optionen, sowie zu ähnlichen Optionen. Umgangssprachlich wird diese Thematik als Hidden Interests bezeichnet.

Diese ermöglichen es, die gesamte Bandbreite aller zur Verfügung stehenden Targeting-Optionen direkt auf einen Blick zu sehen. Vor allem aber erhalten wir in unserer Recherche direkt alle damit verwandten Zielgruppen, sowie in einem separaten Fenster alle ähnlichen Zielgruppen als Verschläge. So sind direkt hunderte Targeting-Möglichkeiten einsehbar und wir können daraus bequem eine treffsichere Strategie erstellen.

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