Bis zu 25% mehr organische Impressionen mit AMP-Plugin auf WordPress

AMP-Integration auf WordPress-Websites installieren und datenschutzkonform einbauen für mehr organische Klicks

Mithilfe der AMP-Integration kannst du zusätzliche organische Impressionen und Klicks erhalten. Das ist wichtig, da die Gesamtzahl der Klicks ein zentrales Indexierungskriterium für deine bestehenden Google-Rankings ist.

AMP-Seiten (Accelerated Mobile Pages) sind ultraschnell ladende Seitenversionen deiner bestehenden URLs. Ihr open-source-basiertes, technisches Gerüst geht auf das AMP Project von Google zurück und zeichnet sich dadurch aus, dass vor allem die inhaltlich und technisch notwendigsten Website-Assets übernommen werden. Verschachtelte Container, überlappende Farbdesigns, Animationen, komplexe Menüstrukturen und interaktive JavaScript-Anwendungen werden standardmäßig nicht übernommen und sind nur durch zusätzlichen Aufwand teilweise integrierbar oder nachbaubar. Durch den Fokus auf die harten Inhalte und die technisch notwendigste Website-Infrastruktur erhalten wir maximal leichte und schlanke Seitenversionen, die für das ultraschnelle Laden auf Mobilgeräten bestens geeignet sind.

Das hilft auf der einen Seite der Nutzerfreundlichkeit, hat aber vor allem den Vorteil, dass eine schnelle Ladezeit ein wichtiges Indexierungskriterium ist und damit an sich gute Chancen für mehr Klicks bringt. Der größte Vorteil liegt aber darin, dass zusätzliche organische Impressionen und Klicks die bestehenden monatlichen Klicks verbessern können – denn die Gesamtzahl der Website-Klicks ist eines der gewichtigsten Indexierungskriterien. Diese Daten werden von Google unter anderem durch Google Analytics ausgelesen und in die Bewertung miteinbezogen. Hier wird es spannend: Gerade bei neu erstellten Websites ist in der Search Console sehr gut zu sehen, wie die organischen Website-Impressionen steigen, sobald viele Klicks aus andere Quellen reinkommen – und wie sie anschließend mit ein paar Tagen Verzögerung wieder fallen, sobald die Klicks ausbleiben. Das bedeutet: Jeder zusätzliche Klick ist imstande, die bestehenden organischen Rankings positiv zu katalysieren. Wenn aber die allgemeine organische Entwicklung auf der Website festgefahren ist und sich über mehrere Monate eine Abwärtsspirale etabliert hat, kann eine AMP-Integration im Verbund mit anderen technischen Verbesserungen diese Entwicklung vielleicht abdämpfen, abwenden oder sich nur geringfügig auswirken.

Wie funktioniert die Auslieferung der AMP-Seiten in der organischen Google-Suche?

Die AMP-Version einer bestehenden Content-Seite erscheint auf einer zusätzlichen URL der Hauptdomain, die als Präfix oder Suffix ein AMP-Kürzel hat. Außerdem kann in manchen Fällen Google selbst deine AMP-Seite hosten, insbesondere wenn sie bei Google News erscheint. Ausgeliefert wird die AMP-Seite als Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag, und es liegt im Ermessen des Google-Algorithmus, an welcher Stelle die AMP-Seite zusätzlich zum Original angezeigt wird. 

Wie viele organische Impressionen können wir mit AMP zusätzlich gewinnen?

Meine bisherigen Daten zeigten eine Steigerung der organischen Website-Impressionen durch AMP in der Größenordnung von gut 25%. Gemessen an den Tagesimpressionen gab es vereinzelt tiefere Werte (Tiefstwert von 17,06%) an Steigerung der Impressionen durch AMP und einen Höchstwert von 26,30% an Steigerung der Impressionen durch AMP. 25% Steigerung organischer Impressionen durch AMP sind entsprechend ein realistischer Referenzwert. Was die organischen Klicks angeht, so variieren sie in Branchen und Unternehmen sehr stark, weil hier meist unterschiedliche CTRs vorliegen (Durchklickraten), weswegen hier die Referenzwerte für jedes Unternehmen komplett anders sein dürften.

AMP-Integration auf WordPress-Websites installieren

Für die Installation der AMP-Integration gibt es vor allem zwei sehr bekannte WordPress-Plugins: Das offizielle Plugin des AMP-Project-Teams von Google und das Plugin AMP for WP – Accelerated Mobile Pages. Letzteres bietet gerade Einsteigern eine riesige Bandbreite an Kompatibilität für Kontaktformulare und für die Übernahme vieler Designs, wie etwa aus Elementor.

Vorbereitung: Datenschutzkonforme AMP-Einbindung

Das offizielle AMP-Plugin des Google-Teams von AMP Project ist zwar in Hinsicht auf designtechnische Kompatibilität rustikaler, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es ermöglicht eine technisch zuverlässige, datenschutzkonforme Implementierung in Kombination mit dem Datenschutz-Plugin Complianz. Das ist sehr wichtig bei den hohen datenschutzrechtlichen Anforderungen in Deutschland. Konkret bedeutet das:

  1. Cookie-Banner blockiert Drittanbieter-Datenabrufe vor der Zustimmung
    Das offizielle AMP-Plugin ermöglicht den Einbau eines Cookie-Banners, in dem die Zustimmung zu Drittanbieter-Datenabrufen abgefragt wird, wie zum Beispiel durch Google Analytics. Dieses Cookie-Banner blockiert bis zur Entscheidung zum Zustimmen oder Ablehnen zuverlässig alle Drittanbieter-Datenabrufe. Wenn der Nutzer keine dieser Buttons geklickt hat, hat der Nutzer nicht zugestimmt, und es werden alle Drittanbieter-Datenabrufe blockiert.
  2. Cookie-Banner enthält einen Button für Akzeptieren und Ablehnen
    Das Cookie-Banner hat einen Button für das Akzeptieren der Datenverarbeitung, wonach zum Beispiel Google Analytics anfangen würde zu tracken. Vor allem hat es aber einen Ablehnen-Button, der datenschutzrechtlich vorhanden sein muss.
  3. Cookie-Banner blockiert Drittanbieter-Datenabrufe nach Klick auf den Ablehnen-Button
    Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Auf vielen Websites passiert nach dem Klick auf den Ablehnen-Button – gar nichts und die Drittanbieter-Datenabrufe gehen ganz normal los, was der Nutzer nicht mitbekommt. Dabei sollte der Klick auf den Ablehnen-Button eigentlich alle Drittanbieter-Datenabrufe blockiert halten. Mit dem offiziellen AMP-Plugin des Google-Teams vom AMP Project funktioniert das zum Glück in Kombination mit dem Datenschutz-Plugin Complianz.

Damit die Drittanbieter-Skripte vor der Cookie-Bestätigung erfolgreich geblockt werden, solltet ihr beispielsweise das Datenschutz-Plugin Complianz bereits installiert und korrekt eingerichtet haben. Complianz hat den Vorteil, dass es mit AMP kompatibel ist und die Einstellungen zum Blockieren von Drittanbieter-Datenabrufen, die ihr zuvor eingestellt habt, direkt übernommen werden können.

Außerdem wird mit dem offiziellen AMP-Plugin der mobile Footer der Website automatisch in die AMP-Version übernommen, sodass Impressum und Datenschutz als Link zu sehen sind. Bei anderen AMP-Plugins kann der Footer in manchen Fällen nicht standardmäßig übernommen werden, sodass Angaben zu Impressum und Datenschutz fehlen und somit eine Abmahngefahr bestehen kann.

Schritt 1 - Offizieller AMP-Einrichtungsassistent zum Setup

Sobald das offizielle AMP-Plugin für WordPress hinterlegt ist, hilft uns der Einrichtungsassisten beim Setup der AMP-Integration. Diesen solltet ihr unter der URL-Endung /wp-admin/admin.php?page=amp-onboarding-wizard aufrufen können. Klickt hier einfach auf Weiter.

Der offizielle AMP-Einrichtungsassistent.

Technischer Hintergrund bei der AMP-Bedienung

Wählt bei Technischer Hintergrund die Option aus, die am ehesten auf euch zutrifft. Klickt anschließend auf Weiter.

Wähle aus, ob du eine einfache oder technisch versierte Einrichtung wünschst.

AMP-Website-Scan für Plugin- und Theme-Kompatibilität

Führt den Website-Scan durch, damit das Plugin die AMP-Kompatibilität von bestehenden Themes und Plugins prüfen kann. Alles, was kompatibel ist, kann auch später auf den AMP-Seiten verwendet werden. Was nicht kompatibel ist, wie etwa bestimmte Kontaktformular-Plugins, kann auch nicht in die AMP-Seiten übernommen werden, und sie erscheinen entsprechend nicht an den betreffenden Stellen. Klickt anschließend auf Weiter.

Führe den Website-Scan durch, um die Theme- und Plugin-Kompatibilität zu ermitteln.

AMP-Template-Modi

Wähle nun einen Übertragungsmodus für die Übertragung eurer Website-URLs in die AMP-Versionen. Das ist dahingehend wichtig, da es hier um die Darstellung der AMP-Seiten geht, und inwiefern sie sich aus eurem bisherigen Design speisen oder darauf basieren.

Lesemodus für AMP-Seiten

Beim Lesemodus werdet ihr im Nachhinein wenige Bearbeitungsmöglichkeiten haben und es ist der statischste Übertragungsmodus, da für die AMP-Seiten ein standardisiertes Theme verwenden wird, dass mit eurem Design und eurer Formatierung nichts mehr zu tun hat, und im Zweifel sogar den Footer abschneidet, sodass eure Links zum Impressum oder der Datenschutzerklärung fehlen und ihr euch somit abmahnfähig macht.

Übergangsmodus für AMP-Seiten

Am geeignetsten ist nach meinem Empfinden der Übergangsmodus, da hier automatisch AMP-Versionen eurer bestehenden Content-Pages erstellt werden und direkt als alternative Seite mit kanonischer Weiterleitung hinterlegt werden, sodass es keine Probleme wegen Duplicate Content gibt. Hier lassen sich die Funktionen von Plugins, wie etwa Complianz mit übernehmen und außerdem sogar ein paar Designanpassungen beeinflussen. 

Standard-Modus für AMP-Seiten

Den Standard-Modus würde ich am wenigsten empfehlen, da damit die gesamte Website mit allen Content-Seiten vollständig auf AMP umgerüstet wird. Ausnahmen sind zwar möglich, müssen aber für jede Seite manuell eingestellt werden, damit die Einzelseite nicht in der AMP-Version ausgeliefert wird. Da AMP-Seiten für Mobilgeräte relevant sind und in der Regel auf Desktop-Versionen meist relativ schmucklos und linear formatiert aussehen, würde ich diesen Modus nicht wählen. Vor allem konvertieren Desktop-Nutzer gerade bei hochpreisigen Themen viel mehr als Mobil-Nutzer, weswegen das Desktop-Design eine hohe Priorität hat und nicht durch AMP beeinträchtigt werden sollte.

Wähle den Übergangsmodus aus, um die Übertragung deiner Content-Seiten in alternative AMP-Seiten vorzubereiten.

Klicke anschließend auf Weiter, und im nächsten Einrichtungsschritt Fertig & Überprüfen dann auf Beenden.

Fertig – wenn die Vorschau deiner AMP-Seite stimmt, beende den Einrichtungsassistenten.

Schritt 2 - Inhaltstypen und Templates für AMP-Auslieferung festlegen

Fertig! Nachdem das Setup im Einrichtungsassistenten abgeschlossen ist, könnt ihr die AMP-Einstellungen in der linken WordPress-Menüleiste unter AMP abrufen. Wenn ihr dort seid, scrollt ins mittlere Feld und öffnet bei Erweiterte Einstellungen den Bereich Unterstützte Templates. Hier könnt ihr ankreuzen, welche Inhaltstypen und Templates ihr überhaupt ins AMP-Format übertragen möchtet. 

AMP ist vor allem für Content-Seiten geeignet, die durch zusätzliche Impressionen auf Mobilgeräten in der Google-Suche angezeigt werden sollen. Daher könnt ihr die AMP-Übertragung der Startseite (“Homepage”) auch abstellen – sofern gewollt. Auf den einzelnen Seiten könnt ihr im Bearbeitungsmodus sowieso einen Schieberegler bedienen, um die AMP-Übertragung manuell abzuschalten oder umgekehrt anzuschalten.

Lege fest, welche Inhaltstypen und Template-Kategorien ins AMP-Format übertragen werden sollen.

Schritt 3 - Plugin-Unterdrückung konfigurieren

Konfiguriert die Plugin-Unterdrückung für Plugins, die für eure AMP-Seiten womöglich nicht relevant sind. Insbesondere dort, wo es zu größeren Kompatibilitätsproblemen kommt und das Plugin für die AMP-Seite verzichtbar ist, lohnt die Plugin-Unterdrückung. Unverzichtbar ist allerdings das Datenschutz-Plugin Complianz, ungeachtet kleinerer Kompatibilitätsprobleme, die vom System angezeigt werden. Das sollte zwingend auf Aktiv gesetzt sein – denn nur so werden die Complianz-Einstellungen für das AMP-Cookie-Banner übertragen, welches erfolgreich Drittanbieter-Datenabrufe blockieren kann und einen Akzeptieren- und Ablehnen-Button hat, um alle Anforderungen für eine datenschutzkonforme AMP-Integration zu erfüllen. Wenn ihr bestimmte Kontaktformulare auf euren AMP-Seiten verwenden wollt (mit Contact Form 7, WPForms, Caldera Forms o.ä.) könnt ihr hier ebenfalls das Formularplugin aktivieren, damit es auf den AMP-Seiten übertragen wird.

Lege in der Plugin-Unterdrückung fest, welche redundanten Plugins in der AMP-Auslieferung unterdrückt werden sollen. Das Datenschutz-Plugin Complianz sollte auf jeden Fall aktiv bleiben.

AMP-Indexierung in der Google Search Console nachverfolgen

Fertig! Wenn eure AMP-Übertragung geklappt hat und die AMP-Seiten funktionieren, könnt ihr die Indexierung eurer AMP-Seiten in der Google Search Console nachverfolgen. Ihr könnt hier entweder für jede einzelne Seite eine manuelle Indexierung beantragen oder ein bis zwei Wochen warten, bis die ersten AMP-Seiten automatisch indexiert wurden. Nach ein paar Tagen werden sie euch in der linken Menüleiste unter Verbesserungen im Punkt AMP angezeigt.

Überprüfe nach ein bis zwei Wochen, ob deine ersten AMP-Seiten schon in der Google Search Console indexiert werden.

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